Harald Brachner

Persönliches Motto

Auch ein Ziel! Das Ziel des Lebens mag so manches Mal sein:
Weitab der Sieger in aller Ruhe eine windfeste Hütte aufzubauen …

Literarischer Lebenslauf

Leben: Es ist ein fröhlicher Freitag; der 26ste Tag in diesem März des Jahres 1954. Von fern ist Kindergeschrei zu hören. In Linz schreit es, in der Kinderklinik schreit es und es ist Nacht. Direkt gegenüber der riesigen Krankenhausuhr schreie ich mich laut ins neue Leben. Nach meiner Mutter ist es 9 Uhr abends, im Taufschein vermerkt man 19.55 Uhr. Diese Diskrepanz von einer Stunde lässt mich heute als Widder zwischen den Aszendenten Waage und Skorpion hin und her pendeln; pendeln wie das glänzende Perpendikel in der brüchigen Holzuhr über meinem Kamin…
Kurz nach meiner Geburt passiert Ungewöhnliches: Im Mühlviertel fällt Ende Juni Schnee! Darauf folgen Tage heftigster Niederschläge, die schließlich zu einem Ereignis führen, das, so stellt man fest: „… in statistischer Hinsicht im langjährigen Durchschnitt in Linz nur einmal in 140 Jahren zu erwarten ist“: das Katastrophenhochwasser des Juli 1954. Schon damals habe ich Sinn für den passenden Auftritt! Sehet hin, alles ward vorbereitet, denn seltsame wohlklingende Bilder webten den goldenen Teppich für seinen Empfang…
Sechs Jahre später beginne ich mich durch allerlei Schulen in allerlei verschiedenen Städten zu quälen!
Lauf: Die Donau verändert ihre Farbe mehrmals im Jahr, ihr Fließverhalten sowieso. Ein Jahr gibt dem anderen sein Zepter in die Hand und ich mache endlich das, wovon ich schon als kleiner Bub geträumt habe: Ich wirble Staub auf, mächtig viel Staub. In meinem riesigen Trucker brettere ich über erdige Baustellen und verbreite „Furcht und Schrecken“. Ach ja! Irgendwann dann bin ich wieder einmal auf der Suche nach einem warmen Plätzchen: Als Maschinenschlosser, Werkstoffprüfer, Blechner, Fernfahrer, Büromaterialzusteller, Lagerist, Disponent, Warenausgeber, Goldgießer, Hauswart in einem Tiroler Sporthotel, Nachtwächter, Gebäckzusteller, Zeitungsausträger, Vertreter für Bäume und zuletzt als Besucherbetreuer in der Gedenkstätte Mauthausen. Dann fällt gnädig der letzte Vorhang…
Schreiben: Meine ersten „literarischen Gehversuche“ mache ich 1967 als 13jähriger mit Anlassgedichten und gereimten Naturbeschreibungen. Ein paar Jahre später – inzwischen zeigt der Kalender 2006 – beginne ich damit, die existierenden handschriftlichen Aufzeichnungen aus den vergangenen vier Jahrzehnten in den PC zu übertragen und fast zwangsläufig folgt daraufhin der Wunsch, einige der Texte in einem Buch zusammenzufassen. Am 26. März 2009 ist es dann endlich soweit und ich halte das erste Exemplar von „Grenzland“ in meinen Händen. Darin geht es allerdings nicht – wie man meinen möchte – um die Gegend um Wullowitz, sondern es dreht sich vieles um innere und äußere menschliche Befindlichkeiten: sozusagen das Grenzland in mir selbst…
Laufend über’s Leben schreiben: Ab 2010 fügt sich alles ganz von selbst ineinander: Im November trete ich dem „Literaraturkreis PromOtheus“ bei. 2011 entdecke ich meine spätsommerliche Liebe, das „Freie Radio Freistadt“. Das ist mittlerweile zu meiner zweiten Heimat geworden; eine Haut die passt! Fünf verschiedene Sendeformate, alle der Literatur verschrieben, bereiten mir – und hoffentlich auch anderen – Freude (Details unter http://www.frf.at). 2014 gründe ich mit meinem langjährigen Freund Thomas Buchner „Federspiel – das federleichte Spiel mit Worten“ …die etwas andere Schreibwerkstatt… Und was es noch alles zu erzählen geben wird, wer weiß das schon? – Ich jedenfalls bin da, um es ganz einfach passieren zu lassen …

Literarische Veröffentlichungen

Buch „Grenzland: Gedanken – Gedichte – Geschichten“ 2009
Beiträge in den Alberndorfer Anthologien 2011 bis 2015
Beiträge in der PromOtheus Anthologie 2015 „Funkenflug: Texte, die sprühen

Persönliche Homepage

https://autorinnenkreisfederspiel.wordpress.com/

Emailadresse

brachner@aon.at

Kontaktdaten (optional)

Baumgarten 29
4212 Neumarkt
Tel.Nr. 0699/10795671

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Leseprobe

Ein letztes Mal

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